Gründung 1959

Die Freie Münchner und Deutsche Künstlerschaft e.V. (FMDK) wird im Dezember 1959 von Hans Jürgen Kallmann, Johannes Selbertinger, Heinrich Baudisch, Fritz Baumgartner, Günther B. Voglsamer, Roman Bachmaier, Friedrich August Groß und Erwin Schott gegründet.

Die maßgeblichen Initiatoren der Künstlerschaft waren Prof. Erwin Senft, Prof. Günther B. Voglsamer und Roman Bachmaier.

Die FMDK wurde 1959 gegründet, um die damals noch unzureichende Vertretung junger und avantgardistischer Künstler in Öffentlichkeit und Politik zu verstärken und einer größeren Künstlerschaft den Zugang zum Ausstellungsort Haus der Kunst zu ermöglichen. Die Legitimation hierzu beruht auf dem von König Maximilian II. 1853 in Auftrag gegebenen und 1931 abgebrannten Münchner „Glaspalast", dessen Nachfolgeinstitution das Haus der Kunst sein sollte. Konzipiert nach der Idee der Pariser Kunstsalons, in denen Künstler selbstbestimmt und selbstverwaltet unabhängig von musealen Institutionen ihre Ausstellungen organisierten.

Ganz in diesem Sinne wurden bei den von der FMDK durchgeführten Herbstsalon Ausstellungen Anfang der 1960er Jahre Künstler der „Gruppe Spur“ ausgestellt, die gegen allgemeine Widerstände und Unverständnis zu kämpfen hatten.


Jubiläumsausstellung 2009: 50 Jahre Künstlerschaft
Freie Münchner und Deutsche Künstlerschaft e.V. (FMDK)

„Zeitgenössisches Kunstschaffen aus dem Blickwinkel der Aktiven zeigen“ – das war die grundlegende Zielsetzung des Kunstsalons und ist bis heute der Anspruch, der größtmögliche Autarkie und Pluralismus gewährleistet. Künstlerselbstverwaltung bedeutet, dass Künstler Künstler dabei unterstützen, sich unabhängig von ausschließlich kommerzieller Wertigkeit und Fremdeinschätzung präsentieren zu können. Gleichzeitig ist das die Garantie für hohe Qualität, denn die Aussteller müssen vor den Augen der Kollegen bestehen.

Der Rückbesinnung auf den Begriff des „Salons“, in der Entstehungstradition der Pariser Kunst-Salons gesehen, verdeutlicht dieses ‚neue’ alte Selbstbewusstsein von Qualität und größtmöglicher Aktualität statt Eingrenzung.

Die Hochschätzung handwerklichen Könnens vor den Augen aktiv Kunstschaffender ist die Betonung des Reellen vor dem Virtuellen und heute so aktuell wie schon lange nicht mehr.


KUNSTSALON 1959 – 2009

50 Jahre Kunstsalon das sind 50 Jahre Ausstellung anerkannter Meister der Moderne und damit gleichzeitig 50 Jahre Kunstgeschichte. Unter anderen haben in dieser Zeit im Kunstsalon ausgestellt:

Otto Dix
Georg Eisler
Horst Haitzinger
Heimrad Prem (SPUR)
Hans Bachmayer
Prof. Hans Ladner
Ingo Glass
Helmut Kästl
Sigurd Rakel
Wilhelm Holderied
Gerhard Merz
Renato Guttuso
Eleanore Rozanek
Prof. Alfred Hrdlicka
Prof. Günter Dollhopf
Prof. Lothar Fischer (SPUR)
Prof. Helmut Sturm (SPUR)
Prof. Rudi Tröger
Prof. Manfred Hollmann
Prof. Josef Oberberger
Prof. Robert Jacobsen
Somboon Hormtientoug
Prof. Andreas v. Weizäcker
Prof. Horst Sauerbruch
Prof. Jürgen Reipka
Ruth Kiener-Flamm
Erika Maria Lankes
Erwin Eisch
Heino Naujoks
Emilio Vedova
Fritz Winter
Hans Leismüller
Prof. Robin Beers
Manfred Mayerle
Sonja Köditz
Peter Casagrande
Otto Dressler
Emese Zavory
Maria Hassenpflug
Irma Hühnerfauth


Dem derzeitigen Vorstand gehören an:
- Peter Burkart
- Christoph Haußner
- Ninon Voglsamer
- Sibylle Seiler-Senft